Timbuktu

Eine melancholische Ballade nach dem Roman von Paul Auster
Theaterfassung von Marco J. Stichweh

„Natürlich gibt es Wichtigeres“, findet Willy. Nur wie unterscheidet man das Wichtige vom Unwichtigen? Was war zuerst: Essenz oder Existenz? TIMBUKTU, einer der kürzeren Texte des erfolgreichen US-Autors Paul Auster, schreckt nicht vor großen Fragen der abendländischen Philosophie zurück. Im Gegenteil: Willy ist der personifizierte American Anti-Dream: ein Loser, ein Taugenichts, ein Gescheiterter. Gescheitert woran? Sicher nicht an seiner Liebe zu Hunden. Gemeinsam mit Mr. Bones, seinem räudigen Promenadenmischling, reist er durch Amerika, und früh wird klar: In der Gosse, am Abort der Menschheit geht es dem Hund am besten. Beinah – denn in TIMBUKTU, jenem magisch verklärten Land der Sehnsüchte von Bones und Willy, geht es den Hunden noch besser, wenn sie hereingelassen werden. Von der Suche nach dieser Utopie, diesem Un-Ort, von der Suche nach dem Beginn der amerikanischen Literatur handelt dieser Abend.

                                          Marco J. Stichweh

mit: Bärbel Aschenberg, Martin Huber

Regie: Lucas Solange
Ausstattung: Karl Kneidl
Musik: Adam Green
Daumenkino: Mara Feldmeier
Stimme Santa Claus: Martin Huber