The Cocka Hola Company

Matias Faldbakken

Die Pornoproduktionsfirma „Desirevolution“ arbeitet hart daran, sich der Konsenskultur zu entziehen. Im Mittelpunkt dieser „Cocka Hola Company“ steht Simpel, der als Angestellter und kreativer Kopf der Firma für Aktionen und Interventionen zuständig ist. „Desirevolution“ agiert illegal und ist gleichzeitig die Anlaufstelle derer, die der blanke Ekel packt, wenn es um die Wahrung der „gemeinsamen Werte“ Nächstenliebe, Vernunft, Liebe, Sittlichkeit und Treue geht. Unter Simpels Führung katapultiert man sich aus dem gleichgeschalteten Selbstverwirklichungsscheiß heraus und praktiziert den totalen Ausstieg. Den ultimativen Porno zu drehen ist nur eines von Simpels Misanthropie-Projekten. Totale Isolation und Zwangsalkoholismus sind nur zwei seiner Antworten auf die angepasste Realität. Menschenverachtung als Lebensziel. Porno wird Kunst, Kunst verkommt zu Porno. Die Grenzen werden fließend. „Wenn Eskimos zweihundert Arten haben, ‚Schnee’ zu sagen, dann habe ich drei Millionen Arten, ‚Nein’ zu sagen.“ (Matias Faldbakken)

Matias Faldbakken, unter dem Pseudonym Abu Rasul veröffentlichender Punkphilosoph und bildender Künstler, ist der norwegische Skandalautor des frühen 21. Jahrhunderts. Sein Debütroman „The Cocka Hola Company“ sowie der darauf folgende zweite Teil der „Skandinavischen Misanthropie“, „Macht und Rebel“, wurden in Deutschland als radikale Fortsetzung Michel Houellebecqs gefeiert.

mit Artemis Chalkidou, Sylvia Habermann, Manuel Harder, Matthias Hummitzsch, Lisa Jopt, Jörg Kleemann, Paul Matzke, David Simon, Johann David Talinski, Barbara Trommer

Regie: Mareike Mikat
Aussattung: Marie Roth
Musik: Enno Seifried
Dramaturgie: Johannes Kirsten, Cynthia Friedrichs