Christiane Rösinger / Stella
2010 tauchten recht überraschend zwei Protagonisten der hiesigen Pop-Hinterhof-Szene wieder auf, um die es einige Zeit still war. Die Hamburger Band Stella um die Sängerin Elena Lange sowie die tief in der hansestädtischen Musikszene vernetzten Thies Mynther und Mense Reents veröffentlichten nach sechs Jahren ihr neues Album „Fukui“. Klanglich ist das Trio elektronischer und unnahbarer geworden – wohl auch als bewusste Abkehr von den hoch gesteckten Pop-Erwartungen der ersten Band-Jahre. Dazu passt der japanische Gesang Elena Langes. Ebenso selbstbewusst ist Christiane Rösinger auf neuen Pfaden unterwegs. Gehörte sie in den Neuzigern und frühen 2000er-Jahren mit ihren Bands Lassie Singers und Britta zur viel gelobten deutschsprachigen Pop-Bohème, hat sich die Berlinerin innerhalb der letzten Jahre als Schriftstellerin, Feuilleton-Autorin und Solo-Musikerin neu verorten können. Ihr Debüt-Album „Songs Of L. And Hate“ erschien vor wenigen Wochen auf dem Label Staatsakt.







