PeterLicht
PeterLicht hat die Theaterarbeit und das Musikprogramm der letzten dreieinhalb Jahre an diesem Haus mitgeprägt. Zu Beginn der Spielzeit 2008/2009 eröffnete er mit einem Liederabend in der Skala das damals neu ins Leben gerufene Konzertprogramm. An der gleichen Spielstätte waren in der Folge zwei Abende mit seinen Texten in der Regie von Mareike Mikat zu sehen. Im vergangenen Frühjahr bewies er mit einem ausverkauften Auftritt im Centraltheater, dass der bislang eher als Einzelgänger und Eremit wahrgenommene Singer/Songwriter in kommerzieller wie auch in künstlerischer Hinsicht mittlerweile über genügend Substanz verfügt, um auch in einem großen Theatersaal zu bestehen. Am Ende seines Konzerts rief PeterLicht dem begeisterten Publikum zu, er werde bald wiederkommen. Dieses Versprechen macht der Mann, dem wir an dieser Stelle einmal mehr die seherische Leistung attestieren, mit Songtiteln wie „Lied vom Ende des Kapitalismus“ die Kernschmelze an den internationalen Finanzmärkten vorausgesagt zu haben, nun schneller wahr als gedacht. Musste das für den 1. Januar geplante Neujahrskonzert im Centraltheater leider wegen Krankheit ausfallen, so schicken PeterLicht und seine Band die Leipziger nun mit Songs vom endlich erschienenen Album „Das Ende der Beschwerde“ am 4. April in den Frühling eines hoffentlich nicht ganz so von Krisen, Katastrophen und Apokalypsen geprägten Jahres 2012. Leider sieht es bisher nicht so aus, als würde sich die weltpolitische Lage in eine günstigere Richtung entwickeln. Aber die Hoffnung – und die Musik – stirbt zuletzt.
Christoph Gurk

- © Christian KniepsZoom