Gustav
Von den einschlägigen Medien nahezu unbemerkt, ist in Wien über die letzten Jahre hinweg eine lebendige Kultur für experimentelle Popmusik entstanden. Zu den bekanntesten Vertretern dieser zwischen Kunstakademie, Clubkultur und Wohnzimmer angesiedelten Szene gehört Eva Jantschitsch. Sie tritt unter dem Künstlernamen Gustav an die Öffentlichkeit und hat mit ihren Liedern, in denen poetische Introspektion unvermittelt auf scharfe politische Satire treffen kann, nahezu alle Rollenzuweisungen durcheinandergebracht, die einer Musikerin in ihrem Genre zur Verfügung stehen. Drei Jahre nach dem Überraschungserfolg ihres Debüts „Rettet die Wale“ hat die Songwriterin, Sängerin und Multiinstrumentalistin im Frühjahr dieses Jahres das lang erwartete Nachfolgewerk veröffentlicht. Auf dem Album „Verlass die Stadt“ schlägt sie mühelos den Bogen zwischen so unterschiedlichen Idiomen wie Chanson, Electronica, Rockmusik und Folklore. All diese Einflüsse verdichtet sie zu ebenso charmanten wie sprunghaften Kunstliedern, in denen Radikalität und Anflüge von Melancholie und Schwermut in einem für das Liedschaffen ihrer Heimatstadt nicht ganz uncharakteristischen Verhältnis stehen. Mit ihrem Auftritt in der Skala setzt Gustav die durch PeterLicht eröffnete Reihe mit Konzerten von Songwritern fort, die sich um das geschriebene, gesungene und gesprochene Wort verdient gemacht haben.
Christoph Gurk
www.myspace.com/gustavofficial
- Flash ist Pflicht!
Alles renkt sich wieder ein







