Former Ghosts feat. Freddy Ruppert + Jamie Stewart

Es gibt wenige Musiker, die den Inhalt ihres Herzens dermaßen ihrem Publikum offenbaren wie Freddy Ruppert alias Former Ghosts. Mit überwältigender Eindringlichkeit präsentiert er uns seine intimsten Gefühle im Kleid minimalistischer Synth-Wave-Pop-Songs. Zuallererst ist da diese Stimme: Zwischen eindringlich flüsternd, verzweifelt flehend und hysterisch rasend gibt es kaum einen middle ground in Freddys Gesang. Seine Stimme ist zu 100 Prozent Emotion und dennoch gehorcht sie den Regeln des Popsongs, hangelt sich durch wunderbare Melodien und eingängige Hooklines. Diese Songs sind die Hülle für Freddys Texte, die sich mit intimsten Wünschen, gescheiterten Liebesbeziehungen und den Ängsten, Verfehlungen und Unzulänglichkeiten des Lebens auseinandersetzen. Die Arrangements, die er sich dazu ausdenkt, sind reduziert und elektronisch ausgetüftelt. Ganz klar standen hier die Synth-Wave-Größen der 80er Jahre Pate, Joy Division, New Order, aber auch die erste LP von Patrick Wolf könnte als Referenzpunkt dienen.

Jamie Stewart von Xiu Xiu ist bereits seit dem ersten Album fester Bestandteil von Former Ghosts – angesichts der musikalischen Gemeinsamkeiten kein Wunder! Er begleitet Freddy Ruppert live und sorgt für einen Band-orientierteren Sound. Noch zu erwähnen bleibt, dass Nika Roza Danilova, besser bekannt als Zola Jesus, ebenfalls auf beiden Former Ghosts-Alben Vokalparts beitrug, sie aber diesmal live nicht mit von der Partie sein wird.

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