Apparat
Als er Anfang der Nuller-Jahre in den Underground-Clubs der frisch gekürten Hauptstadt seine ersten Auftritte am Laptop mit dem angebissenen Apfel absolvierte, wer hätte da gedacht, dass Sascha Ring, alias Apparat, einst ein Star der Elektronik-Independent-Welt werden würde? Nachdem er zuletzt als ein Drittel der Supergroup Moderat, ein gemeinsames Projekt mit dem Berliner Soundsystem Modeselektor, die Festivalbühnen auf der ganzen Welt bespielt hat, konzentriert er sich nun auf seinen nächsten Coup als Solokünstler. Ende September bringt Apparat das nach einem Gedicht von Percy Shelley aus dem Jahr 1812 benannte Album „The Devil’s Walk“ heraus. Der lang erwartete Nachfolger zu seinem durch die internationale Fachkritik gefeierten Werk „Walls“ erscheint erstmals nicht mehr bei Shitkatapult, dessen Mitbetreiber er seit 1999 gewesen ist, sondern bei Mute. Noch unterliegt die zur Veröffentlichung anstehende Musik strikter Geheimhaltung. Erste Indiskretionen lassen jedoch vermuten, dass der Musiker den künstlerischen Weg, der sich bereits auf seinem letzten Soloalbum abzeichnete, konsequent fortsetzt. Apparat entfernt sich weiter von funktionaler Clubmusik und verdichtet Einflüsse von Steve Reich, Sigur Rós oder Radiohead zu visionärem, melancholisch gestimmtem Sci-Fi-Dreampop. Apparat und seine frisch formierte Band stellen das neue Album am 31. Oktober im Centraltheater vor.
Christoph Gurk
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