Matthäuspassion

Triptychon
Die Abendmahlsgäste von Ingmar Bergman
Brand von Henrik Ibsen, Übertragung Christian Morgenstern
Matthäuspassion nach dem Neuen Testament und anderen Texten

HIER IST WAS GILT:
Wesen des Menschen ist der religiöse Glauben. Am Anfang unserer Zeit steht das Ende eines Menschen. Am Anfang des Endes steht die Frage: Vater, warum hast du mich verlassen?

HIER IST MEIN KAMPF:
Ohne Glauben keine Menschheit. Wir sind alle Teil derselben Geschichte. Kann ja sein, dass mit den Katastrophen der jüngsten Geschichte Gott selbst auferstanden ist. Es ist die Geschichte von der Verlorenheit des aufgeklärten Menschen. Sie erzählt auf vielfältige Weise vom Schmerz der Freiheit und der Angst vor Verantwortung. Der wieder auferstandene Gott wäre ein böser Gott, einer, der das Schwert bringt, nicht den Frieden. Der Gott allen Zorns, der Blut-Gott allen Gemetzels. Wir haben Gott verlassen, nicht er uns!

Drei Passionen des Menschen hin zum Menschsein: Ingmar Bergmans Uraufführung „Abendmahlsgäste“ ist die Geschichte eines Pfarrers in einer schwedischen Provinzstadt, der nicht mehr an Gott glaubt. Er will nicht mehr helfen, als ihn ein Lebensmüder um Hilfe bittet. Ibsens „Brand“ ist ein radikaler Gottsucher, der alles und jeden hinter sich lässt, um sein persönliches Credo zu singen: Alles oder Nichts. Die „Matthäuspassion“ ist der Schlussteil des ersten Evangeliums im Neuen Testament und erzählt die letzten Stunden des Menschen Jesus Christus. Vor fast 2000 Jahren aufgeschrieben, wurde sie später von Johann Sebastian Bach als dramatisch-quälerische Geschichte des Erlösers vertont.

HIER IST EURE FREIHEIT!

                                               Uwe Bautz

mit Matthias Hummitzsch, Thomas Lawinky, Peter René Lüdicke, Emma Rönnebeck, Berndt Stübner, Barbara Trommer, Henrike von Kuick, Anita Vulesica, Arno Waschk, Cordelia Wege

Regie: Sebastian Hartmann
Bühne: Susanne Münzner
Kostüme: Susanne Münzner
Musik: Arno Waschk
Licht: Rainer Casper
Dramaturgie: Uwe Bautz

Dauer: 4 Stunden 45 Minuten, Pausen jeweils nach dem ersten und dem zweiten Teil


Weiteres Material unter Denken+Handeln.