Als wir träumten
Clemens Meyer
Für die Bühne bearbeitet von Armin Petras und Carmen Wolfram
Sie träumen vom Aufstieg ihrer Fußballmannschaft, von einer richtigen Liebe und davon, dass irgendwo ein besseres Leben wartet. Rico, Mark, Paul und Daniel wachsen auf im Leipzig der Nachwendejahre, in einem Viertel, dessen Mittelpunkt die Brauerei ist. Jede Nacht ziehen sie durch die Straßen. Sie feiern, sie randalieren, sie fliehen vor den Glatzen, ihren Eltern und der Zukunft. Sie kämpfen mit Fäusten um Anerkennung und schlagen die Zeit tot. Sie saufen, sie klauen, sind cool und fertig und träumen vom eigenen Leben. Alle ihre Fluchtversuche enden auf den Fluren des Polizeireviers Südost. Leidenschaftlich, wild und mutig verspielen sie ihr Leben in einer aussichtslosen Rebellion.
Verlag S. Fischer
Clemens Meyer, geb. 1977 in Halle/Saale, lebt in Leipzig. Nach dem Abitur arbeitete er als Bauhelfer, Möbelträger und Wachmann. Von 1998 bis 2003 studierte er am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2001 gewann er den MDR-Literaturwettbewerb. „Als wir träumten“ wurde 2006 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und zum Klagenfurter Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb eingeladen. Clemens Meyer erhielt unter anderem den Förderpreis zum Lessing-Preis 2007 und den Preis der Leipziger Buchmesse 2008 für „Die Nacht, die Lichter“.
Die Uraufführung nach dem Roman des Leipzigers Clemens Meyer feierte im April 2008 Premiere am Schauspiel. „Als wir träumten“ ist ein Stück über Leipzig – und für Leipzig. Für das Centraltheater ist es ein weiterer Ausgangspunkt, sich mit der Stadt zu beschäftigen, sich mit ihr zu identifizieren. Darum nimmt das Centraltheater Leipzig die Koproduktion mit dem Maxim Gorki Theater wieder in sein Programm auf, um auch künftig die Zusammenarbeit mit Leipziger Künstlern zu intensivieren.
mit Anika Baumann, Maria Doubs, Hanna Eichel, Marlène Meyer-Dunker, Anja Schneider, Berndt Stübner, Birgit Unterweger
Regie: Armin Petras
Bühne: Ulrike Bresan, Bernd Schneider
Kostüme: Ulrike Bresan, Bernd Schneider
Licht: Jörn Langkabel
Dramaturgie: Birgit Rasch, Carmen Wolfram
Dauer: 1 Stunde 50 Minuten
Weiteres Material unter Denken+Handeln.