Der centrale Film:
Neu: DOK Central
Material

Deutschland 1988-2009, 166 Min., S/W + Farbe

Immer bleibt etwas übrig, was nicht aufgeht. Bilder von den späten achtziger Jahren in der DDR bis in die Gegenwart von Deutschland 2008. Was übrig ist, belagert den Kopf. Darin setzen sich all diese Bilder immer wieder neu zu etwas anderem zusammen als zu dem, für das sie ursprünglich gedacht waren. Sie bleiben in Bewegung, werden Geschichte. Bilder aus dem Theater, von Demonstrationen, aus einem Gefängnis, dem Parlament und denen deutscher Gegenwart. Es ist, was ich aufgehoben habe, was mir wichtig blieb. Mein Bild. Es beginnt mit dem Lachen der Kinder und mit ihm wird es enden. 

                                        Thomas Heise

Buch und Regie: Thomas Heise
Kamera: Sebastian Richter, Peter Badel, Thomas Heise, Jutta Tränkle, Börres Weiffenbach
Produzent: Heino Deckert
ma.ja.de. Filmproduktion, in Koproduktion mit Thomas Heise und dem ZDF in Zusammenarbeit mit ARTE, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes


Mit „Material“ starten Centraltheater und „DOK Leipzig“ ihr gemeinsames neues Filmprogramm „DOK Central“. Ab sofort wird das Team des „Internationalen Leipziger Festivals Für Dokumentar- und Animationsfilm“ regelmäßig unsere Reihe „Der centrale Film“ kuratieren. Mit Heises „Kinder. Wie die Zeit vergeht“ oder „René“ von Helena Trestikova, dem Gewinnerfilm des vergangenen DOK-Festivals, haben wir in dieser Spielzeit bereits herausragende Dokumentarfilme zeigen können. DOK Leipzig und Centraltheater wollen dieses Programm in die gewünschte Kontinuität bringen und jenseits des Festivals allen DOK-Liebhabern einen Ort und eine Plattform in Leipzig bieten. Unsere gemeinsame Suche nach Unmittelbarkeit und Wahrhaftigkeit (im Dokumentarfilm wie auf der Bühne), unser Interesse an Geschichten abseits der hysterischen Amplituden politischer Öffentlichkeit sollen auch bei weiteren Projekten und thematischen Veranstaltungen zum Tragen kommen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

                                       Anja Nioduschewski