Sommerfilm
Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte, die Bombe zu lieben
Dr. Strangelove or: How I learned to stop worrying and love the bomb
(GB 1964, 93 Min., s/w)
Regie: Stanley Kubrick Mit: James Earl Jones, George C. Scott, Slim Pickens, Peter Sellers u. a.
Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges schnappt auf einem amerikanischen Atomwaffenstützpunkt der amtierende Kommandant, US-General Jack D. Ripper, vollkommen über und entsendet auf eigene Faust eine Bomberstaffel, die dem Erzfeind Russland endgültig den Garaus machen soll. Präsident und Pentagon lassen nichts unversucht, der bevorstehenden Katastrophe Einhalt zu gebieten, können aber letztlich den Overkill nicht mehr vermeiden.
Messerscharfe Satire des amerikanischen Regiegenies Stanley Kubrick, der in einem pechschwarzen Pointenreigen eine verblüffende Realitätsnähe schuf, die bis heute nichts an Aktualität eingebüßt hat. Sprüche wie die des durchgedrehten Generals Ripper konnte man 1964 tatsächlich nicht nur aus dem Munde offensichtlicher Verrückter vernehmen, nachdem die Welt erst kurz zuvor in der Kubakrise dem Atomkrieg entkommen konnte. „Dr. Seltsam“ ist vermutlich der bissigste Kommentar auf die Absurditäten des kalten Krieges, den die Filmgeschichte je hervorbrachte.
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