Ach, wenn mir’s nur gruselte
Abends vorm Kamin
erzähl’n sich alle Märchen
von Geistern und Gespenstern,
da sträuben sich die Härchen.
Der Weg übern Friedhof,
der Weg durch den Wald,
alle finden’s gruslig,
vor Angst wird ihnen kalt.
Ach, wenn mir’s nur gruselte, ach, wenn mir’s nur gruselte!
Ich hatt’ noch nie ne Gänsehaut,
ich kenne keine Ängste.
Ich will erfahren, was das ist.
Ich geb nicht auf, nee, denkste!
Ich schlafe nachts ganz tief und fest,
den Kopf auf meinem Kissen.
Doch ich hab ’s Gefühl, mir fehlt noch was,
was alle andern wissen.
Ach, wenn mir’s nur gruselte, ach, wenn mir’s nur gruselte!
Ich hatt’ noch nie ne Gänsehaut,
ich kenne keine Ängste.
Ich will erfahren, was das ist.
Ich geb nicht auf, nee, denkste!
- Flash ist Pflicht!
Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen
Jacob und Wilhelm Grimm
Ein Vater hatte zwei Söhne, davon war der Älteste klug und gescheit und wußte sich in alles wohl zu schicken, der Jüngste aber war dumm, konnte nichts begreifen und lernen. Und wenn ihn die Leute sahen, sprachen sie: „Mit dem wird der Vater noch seine Last haben!“ Wenn nun etwas zu tun war, so mußte es der Älteste allzeit ausrichten; hieß ihn aber der Vater noch spät oder gar in der Nacht etwas holen, und der Weg ging dabei über den Kirchhof oder sonst einen schaurigen Ort, so antwortete er wohl: „Ach nein, Vater, ich gehe nicht dahin, es gruselt mir“, denn er fürchtete sich. Oder wenn abends beim Feuer Geschichten erzählt wurden, wobei einem die Haut schaudert, so sprachen die Zuhörer manchmal: „Ach, es gruselt mir!“ Der Jüngste saß in einer Ecke und hörte das mit an und konnte nicht begreifen, was es heißen sollte. „Immer sagen sie, es gruselt mir! Mir gruselt’s nicht, das wird wohl eine Kunst sein, von der ich auch nichts verstehe.“
Nun geschah es, daß der Vater einmal zu ihm sprach: „Hör du, in der Ecke dort, du wirst groß und stark, du mußt auch etwas lernen, womit du dein Brot verdienst. Siehst du, wie dein Bruder sich Mühe gibt, aber an dir ist Hopfen und Malz verloren.“ – „Ei, Vater“, antwortete er, „ich will gerne was lernen; ja, wenn’s anginge, so möchte ich lernen, daß mir’s gruselte.“ Der Älteste lachte, als er das hörte, und dachte bei sich: ‚Du lieber Gott, was ist mein Bruder ein Dummbart, aus dem wird sein Lebtag nichts, was ein Häkchen werden will, muß sich beizeiten krümmen.‘ Der Vater seufzte und antwortete ihm: „Das Gruseln, das sollst du schon lernen, aber dein Brot wirst du damit nicht verdienen.“ weiterlesen
Bei mir bist du schön
Mein Leben war mir wirklich zuwider,
langweilig, endlos … Schuld waren die da!
„Los, Tochter, Wein her, los, Essen und Saufen!“
Das war alles, worum es hier ging.
Und nun kommst du und du bist so ganz anders,
ich liebe dich, glaube mir, ja, ich kann das!
Los, Junge, heirate mich, los, nun mach doch,
ich habe schon Brautkleid, Schleier und Ring.
Bei mir bist du schön!
Ich lass dich nie mehr geh’n.
Bei mir bist du schön
die ganze Nacht!
Bei mir bist du schön,
ich hab es gleich geseh’n.
Los, küss mich, du hast
das Glück gebracht.
Lalalalaa. Lalaa.
Lalalala. Wunderbar!
Lalalalaa. Lalaa.
Lalalalaaaaa.
Ich hab es gleich geseh’n:
Bei mir bist du schön.
Los, küss mich, du hast
das Glück gebracht.
Geh nicht zum Schloss, du bist mein!
Heirate mich!
- Flash ist Pflicht!


