DER VOGELFÄNGER
BIN ICH JA

Der Vogelfänger bin ich ja,
stets lustig, heißa hopsasa!
Ich Vogelfänger bin bekannt
bei Alt und Jung im ganzen Land.
Weiß mit dem Locken umzugeh’n,
und mich aufs Pfeifen zu versteh’n.
Drum kann ich froh und lustig sein;
denn alle Vögel sind ja mein.

Der Vogelfänger bin ich ja,
stets lustig, heißa! hopsasa!
Ich Vogelfänger bin bekannt,
bei Alt und Jung im ganzen Land.
Ein Netz für Mädchen möchte ich;
ich fing’ sie dutzendweis für mich.
Dann sperrte ich sie bei mir ein,
und alle Mädchen wären mein.

(Arie des Papageno)

DIES BILDNIS IST BEZAUBERND SCHÖN

Dies Bildnis ist bezaubernd schön,
wie noch kein Auge je geseh’n!
Ich fühl es, ich fühl es, wie dies Götterbild
mein Herz mit neuer Regung füllt,
mein Herz mit neuer Regung füllt.
Dies etwas kann ich zwar nicht nennen,
doch fühl ich’s hier wie Feuer brennen:
Soll die Empfindung Liebe sein?

(Arie des Tamino)

DER HÖLLE RACHE KOCHT IN MEINEM HERZEN

Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen,
Tod und Verzweiflung,
Tod und Verzweiflung flammet um mich her!
Fühlt nicht durch euch Sarastro Todesschmerzen,
Sarastro Todesschmerzen,
so ist sie meine Tochter nimmermehr,
so ist sie meine Tochter nimmermehr,
meine Tochter nimmermehr,
so ist sie meine Tochter nimmermehr!
Verstoßen seid auf ewig,
verlassen seid auf ewig,
zertrümmert sei’n auf ewig,
alle Bande der Natur,
verstoßen, verlassen und zertrümmert
alle Bande der Natur,
alle Bande,
alle Bande der Natur,
wenn nicht durch euch, Sarastro wird erblassen!
Hört, hört, hört, Rachegötter! – Hört der Mutter Schwur!

(Arie der Königin der Nacht)

ACH ICH FÜHL’S, ES IST VERSCHWUNDEN!

Ach ich fühl’s, es ist verschwunden,
ewig hin der Liebe Glück,
ewig hin der Liebe Glück!
Nimmer kommt ihr, Wonnestunden,
meinem Herzen mehr zurück,
meinem Herzen,
meinem Herzen mehr zurück!
Sieh, Tamino, diese Tränen fließen,
Trauter, Dir allein,
Dir allein!
Fühlst Du nicht der Liebe Sehnen,
der Liebe Sehnen,
so wird Ruhe,
so wird Ruh im Tode sein;
fühlst Du nicht der Liebe Sehnen,
fühlst Du nicht der Liebe Sehnen,
so wird Ruhe,
so wird Ruh im Tode sein,
so wird Ruh im Tode sein,
im Tode sein,
im Tode sein.

(Arie der Pamina)

IN DIESEN HEIL’GEN HALLEN KENNT MAN DIE RACHE NICHT

In diesen heil’gen Mauern,
wo Mensch den Menschen liebt,
kann kein Verräter lauern,
weil man dem Feind vergibt.
Wen solche Lehren nicht erfreun,
verdienet nicht ein Mensch zu sein,
wen solche Lehren nicht erfreun,
verdienet nicht ein Mensch zu sein,
wen solche Lehren nicht erfreun,
verdienet nicht ein Mensch zu sein,
ein Mensch, ein Mensch zu sein.

(Arie des Sarastro)

ALLES FÜHLT DER LIEBE FREUDEN

Alles fühlt der Liebe Freuden,
schnäbelt, tändelt, herzet, küsst;
und ich soll die Liebe meiden,
Weil ein Diener hässlich ist,
weil ein Diener hässlich ist,
weil ein Diener hässlich ist.
Ist mir denn kein Herz gegeben?
Bin ich nicht von Fleisch und Blut?
Bin ich nicht von Fleisch und Blut?
Immer ohne Weibchen leben,
wäre wahrlich Höllenglut,
wäre wahrlich Höllenglut,
wäre wahrlich Höllenglut.

Drum so will ich, weil ich lebe,
schnäbeln, küssen, zärtlich sein!
Lieber, guter Mond vergebe:
Die Prinzessin nahm mich ein,
die Prinzessin nahm mich ein.
Sie ist schön! – ich muss sie küssen;
Mond! verstecke dich dazu!
Mond! Verstecke dich dazu!
Sollt es dich zu sehr verdrießen,
o so mach die Augen zu,
o so mach die Augen zu,
o so mach die Augen zu!

(Arie des Monostatos)